Selbstlernen · SuS-Zugang

Eigenständig lernen per Code, ohne Anmeldung

2. Juni 2026·Jonas Weidlich·6 Min. Lesezeit

Du gibst deiner Klasse einen Code, die Schüler:innen öffnen prepclass.de/lernen, tippen den Code ein und lernen los. Kein Account, keine E-Mail, kein Passwort-Zurücksetzen in der zweiten Reihe. Das ist der SuS-Lernzugang in PrepClass: ein eigenständiger Lern-Modus, mit dem deine Klasse selbst lernt - als Hausaufgaben-Ersatz, zur Klausurvorbereitung oder zur Differenzierung im Unterricht.

Was ist der SuS-Lernzugang?

Der SuS-Lernzugang ist ein eigener Bereich für deine Schüler:innen, der vom Beamer-Modus der Live-Tools entkoppelt ist. Statt dass alle gleichzeitig am Beamer ein Spiel spielen, lernt hier jede:r für sich, im eigenen Tempo, am eigenen Gerät. Im Zentrum stehen Lernkarten-Decks mit Spaced Repetition: kurze Frage-Antwort-Karten, die der Algorithmus genau dann wieder vorlegt, wenn die Erinnerung anfängt zu kippen.

Für dich als Lehrkraft heißt das: Du baust ein Deck zu deinem Thema, gibst der Klasse den Code und musst danach nichts mehr moderieren. Die Schüler:innen lernen, wann und wo sie wollen - im Unterricht, in der Freistunde, zu Hause.

Der Ablauf: Code geben, lernen

Das System ist absichtlich so einfach gehalten, dass es in einer Minute erklärt ist:

  1. Du gibst den Code aus. Schreib ihn an die Tafel, projiziere ihn am Beamer oder schick ihn in den Klassenchat. Alternativ scannen die Schüler:innen einen QR-Code.
  2. Die Schüler:innen öffnen prepclass.de/lernen. Dort geben sie den Code ein - mehr braucht es nicht. Kein Login, keine Registrierung, keine E-Mail-Adresse.
  3. Sie lernen eigenständig. Das Lernkarten-Deck öffnet sich, jede Karte einzeln, mit Selbst-Bewertung pro Karte. Der Algorithmus sortiert im Hintergrund.

Die ganze Hürde, die normalerweise zwischen Material und Lernen steht - Account anlegen, Passwort merken, E-Mail bestätigen - fällt komplett weg. Genau das entscheidet in der Praxis darüber, ob eine Klasse ein digitales Lern-Angebot wirklich nutzt oder nicht.

Warum ohne Anmeldung?

Es gibt zwei gute Gründe, warum der Lernzugang bewusst ohne Account auskommt - einen pädagogischen und einen rechtlichen.

Die Hürde ist weg. Jeder zusätzliche Schritt vor dem eigentlichen Lernen kostet Schüler:innen, vor allem jüngere. Wer erst ein Konto anlegen, ein Passwort vergeben und eine Bestätigungs-Mail abrufen muss, ist im schlechtesten Fall schon abgesprungen, bevor die erste Karte erscheint. Ein Code, der direkt ins Deck führt, ist niederschwellig genug, dass auch eine 5. Klasse in der Stunde sofort loslegt.

Der Datenschutz ist sauberer. Wo keine Konten existieren, gibt es keine Schüler-Daten zu verwalten. Du musst keine Einverständniserklärungen für Schüler-Accounts einsammeln und keine Klarnamen in ein System eingeben. Die Teilnahme bleibt anonym.

Geräteübergreifend, trotzdem anonym

Die Bewertungen pro Karte liegen primär lokal im Browser des Geräts. Wer auf mehreren Geräten lernen möchte - etwa in der Schule am Tablet und zu Hause am Handy - kann den Lernstand über einen anonymen 8-stelligen Code sichern. Dieser Code enthält keinen Klarnamen und keine E-Mail. Er ist nur ein pseudonymer Schlüssel, mit dem die eigene Bewertungs-Liste wiedergefunden wird.

Wann du den Lernzugang einsetzt

Der SuS-Lernzugang ersetzt keine Erklär-Stunde, er kommt danach - überall dort, wo Wissen gefestigt und abrufbar gemacht werden soll. Drei typische Szenarien:

Hausaufgaben-Ersatz

Statt „Lernt die Vokabeln 1-25" gibst du den Code zu einem Deck mit. Die Schüler:innen lernen mit verteilten Wiederholungen, statt am Vorabend alles in einem Block durchzulesen. Kein Arbeitsblatt zum Ausdrucken, kein „hab ich vergessen mitzunehmen".

Klausurvorbereitung

Zwei Wochen vor der Klausur bekommt die Klasse den Code zum Vorbereitungs-Deck. Jede:r geht die Karten im eigenen Tempo durch, wiederholt gezielt die schwierigen und kommt vorbereiteter in die Prüfung als nach einer einzigen Lern-Session am Abend davor.

Differenzierung und Stationen

Wer früher fertig ist, bekommt einen Code zu einem vertiefenden Deck. Im Stationen-Lernen wird der Lernzugang zu einer eigenen Selbstlern-Station: ein QR-Code an der Station, ein Tablet, fertig. Schnellere und langsamere Schüler:innen arbeiten parallel an genau dem, was sie brauchen.

DSGVO und Datenschutz im Detail

Weil der Lernzugang für Minderjährige gedacht ist, ist der Datenschutz hier besonders wichtig. Die Eckpunkte:

Wichtig: Das Generieren von Decks mit KI gibt es ab dem Plus-Tarif. Decks rein manuell zusammenzustellen ist auch im kostenlosen Free-Tarif möglich. So kannst du den Lernzugang ausprobieren, ohne dich festzulegen.

Fazit

Der SuS-Lernzugang löst ein altes Problem digitaler Lern-Angebote: die Anmelde-Hürde. Du gibst einen Code, die Klasse lernt - ohne Account, ohne E-Mail, anonym und DSGVO-konform. Das Herzstück sind Lernkarten-Decks mit Spaced Repetition, mit denen Wissen wirklich abrufbar wird, ob als Hausaufgaben-Ersatz, zur Klausurvorbereitung oder als Differenzierungs-Station im Unterricht.

Du baust das Deck einmal, der Code macht den Rest. Probier es mit deinem nächsten Vokabel- oder Definitions-Set aus.

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